Kinder- und Jugendlager am Störitzsee

14.08.-20.08.2010

Das vorletzte Wochenende der Schulferien bricht an und mit ihm neuerdings auch die Regenzeit im klimaerwärmten Deutschland. Jedenfalls minimierte sich die Lust auf das Trainings- und Ausbildungslager des TCO’s beim ersten Blick aus dem Fenster drastisch. Dauerregen seit früh um 7:30 Uhr und dabei soll man auch noch ein Zelt aufbauen. Nachdem sich alle aus ihren heimischen kuschligen Bettchen erhoben, den halben Umzug für 1 Woche Zeltlager im Auto verstauten, begann gegen 12:00 Uhr das gemütliche Eintrudeln im Störitzland. Wir haben ja Ferien!  Glücklicherweise wurden wir für unsere Gemütlichkeit belohnt, denn der Regen hörte auf und der Umzug konnte trocken erfolgen. Nach und nach füllte sich der Zeltplatz mit den Zelten von Lukas, Jörg, Konstantin, Florian, Ava, unseren Zwillingen Broke und Meron, Antonia, Anabell, Charly, und Höpfi. Lukas schoss mit seinem Mannschaftszelt als Einzelzimmer den Vogel ab. Peter, Erbse (Jörg II), Stine und Tino warteten bis Sonntagabend auf besseres Wetter, allerdings vergeblich, kamen dann aber doch noch. Insgesamt waren wir also zunächst acht auszubildende Taucher und OT’ler mit drei Antreibern. Unser kleiner Haufen fiel unter den anderen 900 Kindern, Jugendlichen und Ausbildern von Fußball-, Schlittschuh- Tanz,- Karnevalvereinen nur insoweit auf, dass wir die Einzigen in dem Camp waren, die bei tropischen 14 bis 15°C Lufttemperatur scheinbar Abkühlung im See suchten. Mal abgesehen von der OT-Nationalmannschaft, die auch noch durch das Wasser heizte. Normalerweise kommt ja nach dem Mittag der Mittagsschlaf, aber daran war nicht zu denken. Es ging gleich zur Sache, womit feststand: Es brach nicht das vorletzte Ferien-Wochenende an, sondern das Letzte. Antonia, Anabell, Lukas und Florian wurden sofort von Charly und Höpfi in das Orientierungstauchen ein- und den Geräten zugewiesen. Dann Strecke peilen, Entfernungen ausrechnen, mit dem Kompass an Land Trockenübungen tanzen, sich erinnern, dass der Kreis 360° hat und nicht 36! Dann noch von 56° die Gegenrichtung ausrechnen. Ich sage ja: Ferien adè! Für die OT’ler ging es aber nicht mehr ins Wasser, da die Vorbereitungen bis an die kindsgerechte Abendbrotzeit von 18:00 Uhr heranreichte. Die Ausbildungsgruppe mit Ava und den beiden Zwillingen unternahm mit Jörg und seinem Gehilfen Konstantin erste Schnorchel-, Tauch- und Schwimmübungen in dem warmen Wasser (jedenfalls wärmer als die Luft). Danach ging es trocken an Land mit Theorie und Knoten weiter.     Sonntag ausschlafen? Fehlanzeige! 7:00 Uhr Frühsport und erstaunlicher Weise immer pünktlich. Denn der Letzte, der seinen Schlafsackmief freiließ, hatte den ganzen Tag Tischdienst. Coole Regelung. Nach 15 min Joggen, 10 min Dehnen und 15 min Schwimmen war das Frühstück immer lecker, egal was es gab. Für die vier OT’ler erfolgten nun die ersten Geradeaustauchübungen und die nicht mal schlecht. Zuerst natürlich die 80 m Strecke rauf und runter. Bei 1,5 m Sicht wurden die Punkte, die nur an einer Leine hingen, schon sehr gut getroffen. Es entwickelte sich prächtig, so dass am Nachmittag bereits ein 3- Punkte Kurs in Angriff genommen werden konnte. Hier zeigten alle bereits erstaunliche OT-Fähigkeiten, die auf guten Nachwuchs im OT hoffen ließen.   Nach einem gemütlichen Start ohne Frühsport am Montag – es regnete und Höpfi war abwesend - ging es weiter mit den 3 Punkten in die andere Richtung. Unserer OT-Jugendlichen lernten ungeheuer schnell und tauchten allesamt bei der abschließenden Mannschaftsübung am Freitag mit einem kompletten Zieleinlauf 2-3 m neben dem Zentrum durch das Ziel an einer Perlenschnur aufgereiht, wie die Profis. Wenn sie nun noch bei der ganzen Konzentration auf den Kompass daran denken, auch die Beine bis zum Schmerzen einzusetzen!? Erbse zog ab Montag seine Tauchausbildung durch. Montag im Störitzsee und Di + Mi im Straussee. Nach dem Abendbrot war lockeres Büffeln verordnet. Das heißt: Theorie für alle, mit spontanen Fragerunden für den Basicdiver.   Am Ende des Trainingslagers konnten JörgIII, Antonia, Florian und Annabell den Basicdiver ablegen. Für unserer jüngsten Wasserratten Ava, Meron und Broke stand die Prüfung für „Otter“ und  „Robbe“ auf dem Programm. Unsere drei 11-jährigen Youngster konnten mit dem sogenannten Schnorchelpass am Freitag zu Hause angeben.  Der Erfolg des Trainingslagers wurde am darauf folgenden Wochenende bei FEZ-Pokal im Orientierungstauchen gemessen. Leider konnte nur Florian sein Talent unter Beweis stellen. Dazu mehr unter der Wettkampfabteilung.  Insgesamt war das Trainingslager, trotz verschiedener Wachablösungen während der knappen Woche recht erfolgreich und vor allem so harmonisch, wie man es unter Tauchern gewöhnt ist. Nächstes Jahr wieder und dann mit mehr Stoppuhreinsatz an der OT-Strecke. Dirk Höpfner
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